Fürchten Sie sich vor Schlangen?
Schlangenphobie wird zu den spezifischen Ängsten gezählt. Die Phobie kann durch traumatische Lebensereignisse ausgelöst werden. Mittlerweile sind Wissenschaftler aber der Meinung, dass die Furcht vor Schlangen und Spinnen in unseren Genen liegt. Bereits wenige Monate alte Babys zeigen Stressreaktionen beim Anblick der Tiere. Aus evolutionärer Sicht macht dies auch Sinn, könnte doch eine lebensbedrohliche Gefahr von diesen Reptilien ausgehen. Dabei existiert in Deutschland und Österreich keine einzige Schlangenart, die dem Menschen potenziell gefährlich werden könnte. Trotzdem haben viele Menschen eine innere Abneigung gegenüber den Tieren und vermeiden jeden Kontakt zu ihnen.
Während eine gute Portion Respekt ganz natürlich ist, kann sich diese Furcht auch zu einer klinischen Angststörung entwickeln. Zu den körperlichen Symptomen gehören dann Atembeschwerden, Beklemmungsgefühle und Übelkeit. Typisch für eine Schlangenphobie ist auch die Vermeidung jeder Situation, in der man einer Schlange begegnen könnte.
Wie sieht eine Behandlung bei Phobius aus?
Phobius hat sich unter anderem auf die Behandlung von Angst vor Schlangen spezialisiert. Wir erklären Ihnen die psychischen und körperlichen Vorgänge dahinter und begleiten Sie Schritt für Schritt aus den kreisenden Gedanken und Ängsten heraus. Ein Teil der Behandlung nutzt die bewährte Konfrontation mit dem angstauslösenden Reiz, bei Bedarf in einer virtuellen Umgebung, in der Sie sicher und begleitet üben können.
Im Laufe der Behandlung erfahren Sie, was Angst ist, wie sie entsteht und warum sie zu einem ständigen Begleiter wurde. Sie lernen wirksame Strategien der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) kennen, die speziell für Ängste geeignet ist. Sie erfordert Ihre aktive Mitarbeit und wirkt am besten, wenn sie auf Ihre Angst vor Schlangen zugeschnitten ist und Sie die Methoden regelmäßig üben. Dazu gehören Beruhigungstechniken, geistige Strategien und Verhaltensübungen.
| Therapiestart | Kennenlernen, Exploration |
|---|---|
| Angst verstehen (1. Teil) | Wissensaufbau, Angstmodell erstellen |
| Angst kontrollieren (2. Teil) | Erlernen der Techniken zur Angstbewältigung, Entspannungsübungen |
| Angst bewältigen (3. Teil) | Exposition (auch in virtueller Realität), Strategien erproben, reale Konfrontation |
| Therapieabschluss | Abschlussgespräch und Erfolgsplanung für die Zukunft |
